Rückblick: Herbstklausur des ZKI-Arbeitskreises Softwarelizenzen in Heidelberg

​Ohne Software ist auch der beste PC nicht lauffähig – und Softwarelizenzen müssen beschafft, verteilt und verwaltet werden, was gerade an größeren Einrichtungen eine zunehmend komplexe Aufgabe ist. Auf seiner Herbstklausur, die im September in Heidelberg stattfand, sprach der ZKI-Arbeitskreis Softwarelizenzen über diese und andere Herausforderungen aus dem Arbeitsalltag.

Vom 19.-21. September 2016 trafen sich die Mitglieder auf Einladung von URZ-Direktor Prof. Dr. Vincent Heuveline im Internationalen Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg (IWH). Das Programm der Klausur war vielfältig: Vertreterinnen und Vertreter von Softwareunternehmen präsentierten ihre Lizenz- und Preismodelle und stellten diese zur Diskussion, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hielten selbst Vorträge und arbeiteten in Kleingruppen zusammen.

Herbstklausur AK Softwarelizenzen 2016 - Bild 1
​Das Sprecherteam des Arbeitskreises: Roger Thomalla und Julia Seidel (Foto: Haiko Wolf)

Besonders das Thema Lizenzüberprüfung stand hierbei im Mittelpunkt: Wie soll sich eine Hochschule verhalten, wenn ein Hersteller ein Audit ankündigt, um zu prüfen, ob seine Software ordnungsgemäß eingesetzt wird? Eine der Kernfragen in diesem Zusammenhang war auch, wie man die Bedeutung der Software-Lizenzierung für den IT-Betrieb insgesamt stärker hervorheben kann, damit die Software-Verantwortlichen etwa bei Beschaffungsprozessen schon von Anfang an beteiligt werden. So ließen sich böse Überraschungen im Zuge eines Audits von vornherein vermeiden.

Auch eine proaktive Rolle der Hochschulen beim Thema Lizenzierung wurde diskutiert: als Großkunden mit besonderen Arbeitsplatzmodellen und Arbeitsweisen hätten Hochschulen oft andere Bedürfnisse als Unternehmen. Mit Blick auf diese Bedürfnisse müsse man eigene Ideen für Lizenzierungsmodelle diskutieren und entwickeln.

Es wurde ebenfalls erörtert, wie sich die Verantwortlichen an den einzelnen Einrichtungen besser untereinander vernetzen und unterstützen können, um der wachsenden Komplexität des Themas Lizenzierung gemeinsam zu begegnen. So sollen etwa Schulungen zu Spezialthemen angeboten und der Austausch gerade bei komplizierten Lizenzierungsfällen gestärkt werden. Auch außerhalb von Tagungen will man Möglichkeiten zur gemeinsamen Diskussion auf Landes- und Bundesebene schaffen.

Im Verein Zentren für Kommunikation und Informationsverarbeitung in Lehre und Forschung e.V. sind die Rechenzentren deutscher Hochschulen organisiert, zusammen mit Einrichtungen der Forschungsförderung, der Großforschung und verschiedenen IT-Unternehmen. Der ZKI e.V. besteht aus derzeit 246 Mitgliedsinstitutionen. Die Arbeitskreise des Vereins bieten den Mitgliedern Gelegenheit zum Erfahrungs- und Wissensaustausch zu verschiedenen Fachthemen. Der Arbeitskreis Softwarelizenzen trifft sich zweimal jährlich, im Frühjahr und im Herbst.

Mehr Informationen zum Verein und zu den Arbeitskreisen auf der Webseite des ZKI.

Verantwortlich: IT-Service
Letzte Änderung: 10.11.2016
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